Zu den Kosten der Hausreinigung gehören die Personalkosten und die Kosten für Reinigungsmittel. Lässt der Vermieter die Arbeiten durch einen Angestellten ausführen, können der Arbeitslohn (einschließlich Weihnachtsgeld) und die Lohnnebenkosten (Lohnsteuer, Rentenversicherung, Krankenkasse einschließlich der Arbeitgeberanteile) umgelegt werden. Beauftragt der Vermieter ein Unternehmen, ist die auf die Reinigungskosten erhobene Mehrwertsteuer ansatzfähig.

Nicht umlagefähig sind die Kosten von Sonderreinigungen, wie z.B. das Entfernen von Graffitis, die Beseitigung von Hundekot im Treppenhaus oder von Dreck und Staub nach einer Sanierung des Vermieters.

Der Mieter hat die Möglichkeit bei einer Belegeinsicht zu prüfen, welche Reinigungen wie oft durchgeführt wurden. Die Häufigkeit und Intensität der Reinigung wird üblicherweise in einem Leistungsverzeichnis bei Abschluss des Reinigungsvertrages vereinbart. Fehlt ein Leistungsverzeichnis, muss der Vermieter eine genaue Aufstellung der Arbeitszeit und der durchgeführten Arbeiten vorlegen.

Die dem Mieter in Rechnung gestellten Reinigungskosten müssen angemessen sein. Auch hier hat der Vermieter das Wirtschaftlichkeitsgebot zu beachten.

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass schlecht oder gar nicht durchgeführte Arbeiten rechtzeitig dem Vermieter angezeigt werden sollten, damit dieser die Unternehmen veranlasst, ihren Aufgaben nachzukommen. Anderenfalls besteht möglicherweise ein Anspruch auf anteilige Minderung der Miete.